13.02.26 bis 17.04.26
Kein Unterricht am 03. und 10.04.
Freitag, 18:00 bis 19.30 Uhr

Stufe: B2/C1(Mittel und Fortgeschrittene)
8 Sitzungen von 1,5 Stunden
Max. 6 Teilnehmer
192€
Dekolonisation
Unabgeschlossener Prozess, fortbestehende Kolonialität und zeitgenössische Dynamiken.
Beschreibung :
Dieser Kurs bietet eine kritische Auseinandersetzung mit der Dekolonisation, die nicht als abgeschlossenes historisches Ereignis verstanden wird, sondern als ein Prozess, der in den heutigen Gesellschaften weiterhin wirksam ist. Er untersucht die Persistenz von Herrschaftsverhältnissen, die aus der Kolonialzeit hervorgegangen sind, ihre aktuellen Transformationen sowie die Dynamiken von Widerstand und Emanzipation, die sie auf globaler Ebene hervorrufen.
Der Kurs analysiert die zeitgenössischen Formen von Kolonialität in politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sprachlichen und symbolischen Bereichen. Er setzt historische Kontinuitäten, die Wiederkehr imperialer Logiken und aktuelle Fragestellungen in Beziehung, insbesondere im Hinblick auf Wissensproduktion, dominante Narrative und Machtverhältnisse. Ein besonderer Fokus liegt auf den Spannungen zwischen kolonialen Hinterlassenschaften und zeitgenössischen kritischen Bewegungen.
Reflexionsachsen
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Die Dekolonisation als einen unabgeschlossenen und konfliktreichen historischen Prozess verstehen.
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Zeitgenössische Formen von Kolonialität in unterschiedlichen Bereichen des sozialen Lebens identifizieren.
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Kontinuitäten und Transformationen von Herrschaftsverhältnissen auf globaler Ebene analysieren.
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Die aktuellen Wiederkehrerscheinungen imperialer Logiken sowie die Bewegungen von Widerstand und Emanzipation in einen Zusammenhang stellen.
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Dominante Narrative und Denkrahmen hinterfragen, die aus der kolonialen Geschichte hervorgegangen sind.
Sprachliche und diskursive Kompetenzen
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Über die Dekolonisation und ihre zeitgenössischen Fortwirkungen präzise und differenziert sprechen.
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Komplexe Sachverhalte, Diskurse und Situationen beschreiben, analysieren und miteinander in Beziehung setzen.
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Mechanismen von Herrschaft und Widerstand benennen, erklären und kritisch hinterfragen.
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Eine argumentierte Kritik formulieren und eine Position strukturiert darlegen.
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Über sensible Fragestellungen in einem reflektierten Diskussionsrahmen debattieren, der auf Differenzierung und die Vielfalt der Perspektiven achtet.